29/12/2025 0 Kommentare
Gedenkausstellung „Kaplan Mertens - Standhaft in bewegter Zeit“ - 01.02. bis 01.03.2026 in Schmachtendorf
Gedenkausstellung „Kaplan Mertens - Standhaft in bewegter Zeit“ - 01.02. bis 01.03.2026 in Schmachtendorf
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Gedenkausstellung „Kaplan Mertens - Standhaft in bewegter Zeit“ - 01.02. bis 01.03.2026 in Schmachtendorf
Kaplan Matthias Mertens erkannte früh das Unheil, das im Nationalsozialismus lag, und bezog bereits in frühen Jahren Stellung gegen diesen. So geriet er bereits 1934 als Kaplan in Kleve-Materborn mehrfach mit dem NS-Regime aneinander und wurde strafrechtlich verfolgt. 1935 wurde er von Materborn nach Schmachtendorf versetzt. Hier gehörte er laut eigener Aussage zu den ersten Geistlichen des Ruhrgebiets, der die Predigten Clemens August Graf von Galens, die sich u.a. gegen die Euthanasie richteten, in der Messe verlas. Die Kritik an einer antikirchlichen Parteiversammlung brachte ihn 1942 ins Konzentrationslager Dachau, über das er rückblickend schrieb:
„Wenigstens eine durchschnittliche Phantasie würde nicht ausreichen, die Geschehnisse hinter den Stacheldrahtzäunen des dritten Reiches einfachhin zu erfinden. Wollte aber einer ihre Einzelheiten schildern, ohne ihr Zeuge gewesen zu sein, so müsste man schon eine Erfindungsgabe von wahrhaft krankhaften Ausmaßen voraussetzen."
Die Ausstellung des Fördervereins St. Josef Schmachtendorf, in Kooperation mit dem Heimatverein Schmachtendorf, der Heinrich-Böll-Gesamtschule, der Gedenkhalle Oberhausen und dem Bischöflichen Internatsgymnasium Collegium Augustinianum Gaesdonk, unterstützt durch die Christliche Stiftung Zukunft Mensch, die Sparkassen-Bürgerstiftung und dem Pfarrgemeinderat St. Clemens, widmet sich dem Leben und Wirken dieses mutigen Geistlichen, dessen Haltung bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.

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