31/12/2025 0 Kommentare
Grußwort von André Müller zum Start der neuen Stadtpfarrei Oberhausen
Grußwort von André Müller zum Start der neuen Stadtpfarrei Oberhausen
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Grußwort von André Müller zum Start der neuen Stadtpfarrei Oberhausen
Liebe Schwestern und Brüder!
Am Neujahrstag wurden vier Wege zu einem gemeinsamen Weg, auf dem wir weiterhin auf Gottes Begleitung vertrauen dürfen: Aus den vier katholischen Pfarreien St. Clemens, St. Pankratius, St. Marien und Herz Jesu wurde eine Stadtpfarrei mit ca. 75.000 Katholikinnen und Katholiken. Sie heißt, wie der Bischof nach Beratung in der Erweiterten Stadtkonferenz entschieden hat, St. Clemens.
Die Propsteikirche in Sterkrade, auf der auch ein Patronat des Landes NRW liegt und die sich genau in der Mitte des Stadtgebietes befindet, ist jetzt auch die Pfarrkirche der Stadt. Der Sitz der neuen Kirchengemeinde St. Clemens ist das renovierte Stadthaus südlich des Kanals an der Elsa-Brändström-Straße 11. Diese Entwicklung hat schon einer meiner Vorgänger als Stadtdechant, Emil Breithecker, vor Jahren in Erwägung gezogen. Aus vielerlei Gründen, die in den letzten Jahren breit besprochen wurden, geschieht nun dieser Entwicklungsschritt unserer Kirche in dieser spätmodernen Zeit, in der sich der Glaube der Menschen von heute und in ihm die Kirche sehr stark verändert hat und noch verändern wird. Aber nicht aus Schwäche, sondern aus Hoffnung, nicht aus Verlust, sondern aus Verheißung. Wo vieles zusammenkommt, entsteht kein Ende, sondern ein neuer Anfang. Und dieser Neuanfang ist im wahrsten Sinne des Wortes not-wendig.
Jesus spricht: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“ (Joh6,51). Brot ist still und unscheinbar – und doch trägt es Leben. Es wird geknetet, geformt, gebrochen. Erst im Teilen entfaltet es seine Kraft. Als neuer Stadtpfarrer vertraue ich darauf: Auch wir sind heute gerufen, lebendiges Brot zu sein. Für hungrige Herzen. Für ermüdete Seelen. Für Menschen, die unterwegs sind und einen Halt suchen. Nicht größer als andere, sondern näher. Nicht lauter, sondern zugewandt. Unsere Stadtpfarrei soll ein Tisch sein, an dem viele Platz finden. Ein Raum, in dem Glaube nicht bewahrt, sondern geteilt wird. Ein Ort, an dem Christus gegenwärtig ist – mitten unter uns. Sakramental und ganz vielfältig, ganz vernetzt.
In diesen Tagen sind wir noch in der Weihnachtszeit. Gott kam nicht fern, nicht unnahbar, sondern klein, verletzlich, in eine Krippe gelegt. Er kam als Brot des Lebens – für diese Stadt, für unsere Häuser, für unsere Herzen.
Ich wünsche Ihnen allen von Herzen ein gutes und gesundes neues Jahr 2026: Möge das Licht von Bethlehem Ihre Wege erhellen und Sie selbst zum lebendigen Brot füreinander werden lassen.
Ihr
André Müller
Stadtdechant und Pfarrer der neuen Pfarrei St. Clemens Oberhausen
Kontakt:

André Müller
andre.mueller@bistum-essen.de
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